Malowecz Bohuslav
- Geb. Dat. (grün = geschätzt)
- 1280
- Staat/Bundesld. heute
- CZ/B
- Nummer in Ahnenliste
- B 1082368
- Generation
- 21
Malowecz de Bohuslav, Ritter, + nach 1341, urk. 1313 in Stift Schlägl. Vor ihm lässt sich keine Filiation dieser uradeligen tschechischen Familie aufstellen, die schon im 4. Jhdt. mit den ersten tschechischen Fürsten ins Land gekommen sein soll. Sie erbauten die Burg Pardubitz, nach der sie sich zunächst nannten, erst seit dem 12. Jhdt. nahmen sie den Namen Malowecz nach dem gleichnamigen ihnen gehörenden Dorf an. Wenzel von Pardubitz turnierte 942 zu Rothenburg, ein anderer Wenzel 1042 zu Hall. Gessko von Malowetz verdankt die Familie ihr Wappen: Als er 1159 mit Kaiser Friedrich Barbarossa Mailand belagerte, wurde bei einem Ausfall der Vorderteil seines Pferdes mit Hals und Kopf durch das herabgelassene Fallgitter abgeschlagen, als er versuchte, die sich zurückziehenden Verteidiger in die Stadt zu verfolgen. Seitdem führt die Familie statt des früheren Mühlsteins den blutig abgeschlagenen Vorderteil eines rot gezäumten Rosses im Wappenschild.

una parte, nec non dominum abbatem et fratres ipsius de Ostrav ex alia parte, pro capella Fridburgensi vertebatur, domino preposito Plagensi ex parte sua et fratrum suorum et fratribus Ulrico et Nicolao de Ostrav presentibus fungentibus auctoritate domini abbatis et conventus testimonio sigilli et litere abbatis tunc presente nobis ipsis utrisque in conscientias nostras determinationem seu definitionem litis dicte plenaris comitentibus, hanc fideliter decidimus sub hac forma videlicet,
ut propositus de Plaga et sui fratres ecclesiam in Fridburg libere et grate per¬petue debeant possidere, quia fati fratres de Ostrav ex parte sui abbatis et conventus omnem jurisdictionem, quam habere videbantur supra fate capella, in manus nostras quasi in manus Episcopi voluntarie resignaverunt et ilico nos ipsam auctoritate Episcopi proposito et fratribus de Plaga confirmantes contulimus perpetue possidendam.
Der obige erste Satz (192 Worte!) nimmt etwa die Hälfte der abgebildeten Urkunde No. 72 des Stiftsarchivs Schlägl ein, die hier erstmalig publiziert wird: Der böhmische Generalvikar Karl wird gemeinsam mit den gestrengen Rittern Petrus von Rosemberg, dem dortigen Burggrafen Wenzeslaus und Bohuslav von Malowicz vom Bischof Johannes von Prag nach Friedburg geschickt, um den Streit um die dortige Kapelle zwischen dem Propst von Plaga und dem Abt von Ostrau zu schlichten. Der Abt wird von den
Brüdern Ulrich und Nicolaus vertreten, die jede Gewalt, die sie über diese..... zur Bekräftigung beigedrückten Siegeln ... des Ritters Bohuslav von Malowicz. Datum anno domini MCCCXIII in Fridburch in octava Andree Apostoli venerandi (= 7.12.1313)
Familie
- Sohn
- Malowecz Zdenko 1310