93 Generationenvon der Gegenwart bis zu den alten Griechen

Kiew Großfürst Wladimir Monomach

Geb. Dat. (grün = geschätzt)
1053
Staat/Bundesld. heute
UA
Nummer in Ahnenliste
B 168 E

B 168 E29

Wladimir Wsewolodowitsch Monomach, Großfürst von Kiew, * 1053, I E vor 1076 mit AL. 169 E, II E mit N. (+ 7. 5. 1107), III E mit N. von Polowcen (Kumanin, + 11. 7. 1126), + 19. 5. 1125. 1077 Fürst von Smolensk, 1078 von Tschernigow, 1123 - 25 Großfürst von Kiew. Die Thronfolgeordnung seines Großvaters erweist sich als undurchsetzbar, das Reich wird zu einem Fürstenbund, der aber immer noch über gemeinsame Truppen unter seinem Oberbefehl verfügt. Er organisiert 1097 (in Ljubetsch), 1100 und 1103 Fürstentreffen zur gemeinsamen Abwehr der Angriffe der Steppenvölker und unternimmt 1103, 1107 und 1111 erfolgreiche Feldzüge gegen die Kumanen zur Gewinnung von Sklaven und ihren anschließenden Verkauf an die Krimtataren. 1108 gründet er die Stadt Wladimir. Beim Tod seines Vetters Skatopolk II kommt es 1113 in Kiew zu den ersten Pogromen gegen die dort ansäßigen Juden. Monomach wird zu Hilfe gerufen, setzt freien Abzug der Juden mit all ihrem Besitz durch, aber sie müssen die Rus verlassen. 1116 vertreibt er auch die am Don siedelnden Polowzer, obwohl er eine der ihren zur Frau hat. Von Kiew aus stellt er den sozialen Frieden und die politische Einheit des in Teilfürstentümer zerfallenen Reiches wieder her und ist dessen letzter bedeutender Herrscher. Für seine Söhne verfasst er die Poutschenije (Belehrung), einen Fürstenspiegel von hohem literarischen Wert. Seine aus Goldblech gefertigte und mit Edelsteinen besetzte Mütze, deren Rand mit einem Zobelpelz besetzt ist, diente lange den russischen Zaren als Krone und ist eines der Prunkstücke in der Rüstkammer des Moskauer Kreml.

Großfürst Wladimir Wsewolodowitsch Monomach von Kiew, das Gemälde von Wasnezow (1848-1926) stellt ihn nach einer erfolgreichen Wildschweinjagd dar.
Großfürst Wladimir Wsewolodowitsch Monomach von Kiew, das Gemälde von Wasnezow (1848-1926) stellt ihn nach einer erfolgreichen Wildschweinjagd dar.
Mit dem russischen Sprichwort „Schwer ist die Mütze des Monomach“ wird bis heute jemand bezeichnet, der eine zu große Verantwortung übernommen und sich überschätzt hat. Sie diente den russischen Zaren als Krone und liegt heute im Kreml in Moskau.
Mit dem russischen Sprichwort „Schwer ist die Mütze des Monomach“ wird bis heute jemand bezeichnet, der eine zu große Verantwortung übernommen und sich überschätzt hat. Sie diente den russischen Zaren als Krone und liegt heute im Kreml in Moskau.
Monomach auf dem Millenniumsdenkmal in Nowgorod
Monomach auf dem Millenniumsdenkmal in Nowgorod

Familie

Vater
Kiew Großfürst Wsewolod 1030
Mutter
Byzanz Maria 1026
Sohn
Kiew Großfürst Mstislaw 1076